Wie sehen Barrieren im Internet aus?
Typische Beispiele für Barrieren im Internet sind z. B.
Webseiten mit zu geringen Kontrasten
Seiten mit geringen Kontrasten können von Farbenblinden kaum benutzt werden. Längeres Lesen kontrastarmer Seiten ermüdet aber auch andere Benutzergruppen. Daher sollten zumindest längere Texte mit ausreichenden Kontrastwerten formatiert werden. Eventuell kann als Alternative eine zusätzliche Farb- oder sogar Schwarz/weiß-Variante angeboten werden.
Webseiten mit zu kleinen Schriften
Für eine barrierearme Webseitengestaltung sind unbedingt skalierbare Schriften erforderlich. Dies erschwert zwar die Erstellung eines stabilen LayOuts, führt allerdings zu robusteren Seiten insgesamt.
Lupensoftware kann über manche Probleme zwar auch hinweg helfen, in vielen Fällen muß damit jedoch horizontal gescrollt werden, was den Leseaufwand deutlich erhöht und den Lesefluß erschwert.
Fehlende seiteninterne Sprungmarken und schlechte Formatierung
Vor allem mit Screenreadern (z. B. Braillezeilen mit 80 Zeichen) sind unstrukturierte Seiten nur schwer lesbar. Einige Sprungmarken und stringente Formatierung erleichtert hier das Lesen. Der Verzicht auf Tabellen zur Gestaltung bzw. auf verschachtelte Tabellen ergänzt diese Maßnahmen.
Fehlende Sprachauszeichnung
Sprachsynthesizer lesen Webseiten in jener Sprache, die in den Seiten bekanntgegeben wird. Fremdsprachige Worte klingen dabei entweder eigenartig oder werden buchstabiert. Die Vorlesegeschwindigkeit wird deutlich erhöht, wenn solche Worte extra mit der entsprechenden Sprache gekennzeichnet werden. Vorraussetzung ist natürlich, daß die entsprechende Sprache auch installiert ist.

